Anstieg der Mieten kommt (fast) zum Stillstand / in Köln aber +2,6%

12.02.2021

Die Neuvertragsmieten auf dem Wohnungsmarkt stagnieren, während die Bestandsmieten noch leicht steigen. In Köln stiegen die Neuvertragsmieten noch um 2,6% im Q4 zum Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt entspannt sich der Mietwohnungsmarkt langsam. Derweilen werden Eigentumswohnungen teurer und teurer.

Laut F+B-Wohn-Index sind die Neuvertragsmieten im vierten Quartal 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal konstant geblieben; im Vergleich zum dritten Quartal 2020 meldet F+B ein hauchdünnes Minus von 0,1%. Die Mieten im Bestand sind dagegen leicht gestiegen - um 0,3% gegenüber dem dritten Quartal 2020 und um 1,2% gegenüber dem vierten Quartal 2019. "Damit gleichen sich offenbar langsam die Bestandsmieten an die Neuvertragsmieten an", der Wohnungsmarkt entspanne sich womöglich, folgert F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner vorsichtig.

"Massiv" weniger Zuwanderung

Als Gründe für den Rückgang der Neuvertragsmieten nennt F+B demografische Entwicklungen: Es kommen "massiv" weniger Zuwanderer nach Deutschland, zudem sterben deutlich mehr Menschen als geboren werden.

Mit Blick auf die Neuvertragsmieten in den sieben Top-Städten stellt F+B vor allem im vierten Quartal 2020 "eine deutlich abgeschwächte Mietdynamik" fest. Binnen eines Jahres sind die Mieten in neu abgeschlossenen Verträgen in Hamburg und Stuttgart im Schnitt konstant geblieben, in München um 0,7% gestiegen und in Frankfurt um 1,6% nach oben gegangen. Für Köln meldet F+B ein Plus von 2,6%, für Düsseldorf +2,7%. Einzig in Berlin lag die durchschnittliche Neuvertragsmiete mit 8,40 Euro/qm unter der im vierten Quartal 2019, und zwar um 6,4%.

Stärkstes Preisplus für Eigentumswohnungen im Süden

Anders als die Mieten sind die inserierten Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres weiter gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Einfamilienhäuser um 8,2% und Wohnungen um 5,3%.