Ein Gesetzentwurf des US-Senats zielt darauf ab, Baumaterialien von Zöllen auszunehmen

US
03.05.2026

Laut der National Association of Home Builders und den Senatoren Jacky Rosen und Chris Coons wurde der „Housing Tariff Exclusion Act“ Ende Februar 2026 im Senat eingebracht. Der Gesetzentwurf würde viele Baumaterialien automatisch von aktuellen und künftigen Zöllen befreien und ein Antragsverfahren für Ausnahmen bei anderen Produkten schaffen. Es handelt sich noch um einen Vorschlag, der noch nicht Gesetz geworden ist.

Für die Baubranche ist das Problem klar: Zölle erhöhen die Materialkosten, stören die Lieferketten und erschweren die Kalkulation von Projekten. Laut NAHB haben bereits rund 60 Prozent der Bauunternehmer von zollbedingten Kostensteigerungen berichtet. Der Verband argumentiert, dass dies die Wohnkosten sowohl für Käufer als auch für Mieter direkt in die Höhe treibt.

Die vorgeschlagene Lösung besteht darin, Baumaterialien aus dem Zollregime auszunehmen. Gemäß dem Gesetzentwurf müsste der Handelsminister ein formelles Ausnahmegenehmigungsverfahren einrichten. Für gängige Baumaterialien müssten Ausnahmen innerhalb von 15 Tagen nach Antragstellung gewährt werden. Bei anderen Produkten wäre der Minister verpflichtet, ein objektives Verfahren anzuwenden, wenn Zölle die Kosten für den Wohnungsbau in den Vereinigten Staaten erhöhen. Unternehmen könnten zudem eine Erstattung für bereits gezahlte Zölle beantragen, bevor eine Ausnahme gewährt wird.

Für den Bausektor bedeutet dies, dass der Gesetzentwurf weniger auf die Ankurbelung der Nachfrage abzielt, sondern vielmehr darauf, den Kostendruck auf der Angebotsseite zu verringern. In einem Markt, der nach wie vor mit einer Wohnungsknappheit konfrontiert ist, könnte ein geringerer Materialkostendruck die Preisgestaltung und Finanzierung neuer Projekte erleichtern. Das ist die Hauptlogik hinter dem Vorschlag, wie er von der NAHB und den Befürwortern des Gesetzentwurfs dargelegt wurde.